Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink

Im ZDF gab es kürzlich einen interessanten Beitrag, der die Größenverhältnisse der Magamasten verdeutlicht!

Ab Minute 23 beginnt der interessante Beitrag.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2403396/Deutschland-von-oben-4:-Stadt---in-HD


 

Pressemitteilung der BI vom 5.5.2015

 Mindestens 3 Mastreihen SuedLink

 Am Dienstag, dem 5.5. fand auf Einladung der Bundesnetzagentur in Hannover eine Informationsveranstaltung zum Netzentwicklungsplan 2014 bis 2024 statt. Die Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink nahm mit sieben Personen aus Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg und Wennigsen teil und konnte so alle Arbeitsgruppen besetzen.

Wie sich herausstellte, planen die Netzbetreiber, die drei Mastreihen für den SuedLink in den Jahren 2022, 2023 und 2024 in einer Trasse in Betrieb zu nehmen. Allerdings wird besonders beim SuedLink darauf hingewiesen, dass "neben Wind auch länderübergreifende Transite wesentliche Treiber sind und vor der Realisierung die Maßnahmen mit Blick auf ein europäisches Gesamtkonzept neu bewertet und möglicherweise weitere Maßnahmen mit diesen Partnern abgestimmt werden".

Besonders der SuedLink hat für die Stromtransite von Skandinavien nach Südeuropa für die Netzbetreiber eine wichtige Funktion. So soll im Jahr 2024 laut Angaben der Netzbetreiber mindestens so viel Transitstrom durch den SuedLink fließen, um zum Beispiel mehr als die Hälfte des Schweizer Stromverbrauchs zu decken!

Es zeigte sich eindeutig, mit drei Mastreihen ist nicht Schluss, später können noch weitere Reihen hinzukommen!

Netzbetreiber und auch die Bundesnetzagentur machten deutlich, dass sie an Freileitungen festhalten werden. Obwohl eine Erdverkabelung möglich ist und eine gute Alternative wäre, kommt sie nur in Ausnahmen zum Einsatz, im Calenberger Land ist eine Erdverkabelung aber gar nicht vorgesehen! Viele der anwesenden Bürgerinitiativen und Umweltverbände machten in der Erdkabeldiskussion mehr als deutlich, dass es ohne eine Erdverkabelung heftigste Widerstände geben wird!

Die ersten beiden Mastreihen sind im europäischem Netzentwicklungsplan vorhanden und in Deutschland per Gesetz schon festgeschrieben. Die dritte Reihe soll mit diesem Netzentwicklungsplan 2014 festgeschrieben werden.

Für die Bürgerinitiative Calenberger Land zeigte sich: Es ist keine Frage ob der SuedLink kommt, der wird durchgedrückt, auch das wann, (2022 bis 2024)  und wie, (als Freileitung), sind nicht die Frage. Die einzige Frage ist das wo! Und da gilt weiter das Motto: Keine Megamasten im Calenberger Land! Auf die Frage, warum die Mastreihen durch dicht besiedeltes Gebiet wie die Region Hannover geführt werden sollen, gab es keine ausreichende Antwort auf der Veranstaltung.

Bild: Bundesnetzagentur


 

21.04.2015

Auch 2014 konnten die vier großen Netzbetreiber in Deutschland noch einmal ihren Stromexport in die Nachbarländer steigern, wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen. Allerdings rühmen sich erstmals die Netzbetreiber nicht mit diesem Ergebnis, wie in den Vorjahren, der Ball wird tief gehalten, denn auch der SuedLink ist zum größten Teil für den Stromexport gedacht und diese Diskussion kommt in der Öffentlichkeit zur Zeit nicht gut an!

2014 wurden insgesamt 36 Terrawattstunden mehr ausgeführt als eingeführt. Seit 2011, als die ältesten acht Atommeiler abgeschaltet wurden, hat sich der Exportüberschuss mehr als versechsfacht! Und laut den Netzbetreibern soll der Exportüberschuss in den nächsten Jahren noch gesteigert werden.

Wer mehr wissen möchte:  http://phasenpruefer.info/deutschlands-stromexporte-bricht-rekorde/

 


 

Aus gegebenem Anlass haben wir am 29.4.2015 eine Mail an die Bürgermeister/innen der Calenberger Kommunen Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg, Springe und Wennigsen geschickt, hier der Text:
 
Sehr geehrte Bürgermeisterin, sehr geehrte Bürgermeister.
(Presse und BuTa-Abgeordneten z.K.)
 
Am Dienstag fand in Hannover der Fachdialog SuedLink statt. Obwohl der Schwerpunkt Siedlungsentwicklung und Bauleitplanung war, waren die Calenberger Kommunen nicht informiert und eingeladen.
Auch auf mehrfache Nachfrage wurden die Verwaltungen der Calenberger Kommunen wiederholt übergangen und erhielten keine Erlaubnis teilzunehmen. Somit werden einzelne Gruppen im sogenannten Fachdialog ohne Beteiligung der Kommunen gebildet, wie hier zum Beispiel Siedlungsentwicklung und Bauleitplanung, obwohl das Fachwissen ja besonders bei den Kommunen liegt.
Auch der Versuch unser Bürgerinitiative, einen Zuschauer dorthin zu schicken, scheiterte! Lediglich eine handverlesene Öffentlichkeit durfte als Zuschauer teilnehmen. Das sieht aus wie Hintertürdemokratie und kann so nicht akzeptiert werden.
 
Um die Bürger zu beruhigen und den Anschein zu erwecken, man könne sich demokratisch beteiligen, hat das Wirtschaftsministerium drei Gesellschaften beauftragt, eine neue Gesellschaft beschränkter Haftung zu gründen, den sogenannten Bürgerdialog Stromnetz. Hier dürfen dann Bürger und die Kommunen ihre Meinung sagen. Ein Recht auf Einarbeiten der Hinweise besteht aber nicht und ist im Planverfahren auch nicht vorgesehen.
 
 
Unsere Frage: Wie stehen Sie zu diesem Vorgehen von TenneT und erwägen Sie eventuell die Bundesnetzagentur oder das Wirtschaftsministerium als weisungsbefugte Behörde, zu informieren?
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Bürgerinitiative Calenberger Land gegen SuedLink
 
 

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